EZB wird vorgeworfen, für Überbewertung von Immobilien verantwortlich zu sein

Die hohen Immobilienpreise in deutschen Metropolen sind nur ein Ausschnitt des europäischen Immobilienmarktes. Neben Deutschland seien auch Großbritannien und Norwegen von einer Immobilienblase bedroht. Laut der Agentur Moody`s Analytics sind hierfür länderspezifische Probleme und die Geldpolitik der EZB verantwortlich.

Mit ihrem Programm “Quantitative Lockerung” versucht die Europäische Zentralbank die Wirtschaft voranzubringen. Die extrem niedrigen Zinsen sollen Investoren zu Investments in bestenfalls beschäftigungs- und wachstumsfördernde Programme bewegen, doch wofür das Geld aus den Krediten tatsächlich eingesetzt wird, kann die EZB nicht überprüfen.

Die Preise für Immobilien stiegen seit 2010 in Norwegen um über 30%, in Deutschland um fast 25% und in Großbritannien um knapp 15%. Besonders in den Großstädten Oslo, London und München seien viele Immobilien laut Moody`s überbewertet. Die durch die EZB verursachten Billigkredite könnten zu einer weiteren Anspannung der Situation führen und letztendlich in einer Immobilienblase enden.

Besonders Deutschland war bei Investoren wegen der Beständigkeit auf dem Immobilienmarkt beliebt. Doch seit 2009 steigen die Immobilienpreise stark an. Auch die Bundesbank hält die Preise in den deutschen Metropolen für 10 – 20% überbewertet, doch auf ganz Deutschland bezogen könne man nicht von einer drohenden Blase sprechen.

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